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An welche Hochschule gehen?
Diplomingenieure werden an Technischen Hochschulen (TH), Universitäten, Fachhochschulen (FH) und Berufsakademien (BA) ausgebildet. Bachelor (BA) ist kein akademischer Titel sondern ein staatlich anerkannter Abschluss (außer in Baden-Württemberg).

Universität
An Universitäten und Technische Hochschulen spielen technische Grundlagenkenntnisse und Theorien, die hinter der Technik stecken, eine große Rolle. Hier wird viel Wert auf Wissenschaft und Forschung gelegt. Wer also gerne forscht und neue Theorien an- und ausdenkt, ist hier am besten aufgehoben. Die Fachausbildung ist breit gefächert, und der Student hat weitreichende Freiheit, die Angebote nach Neigung und Interesse selbst festzulegen. Im Allgemeinen müssen (können) Studenten ihre Stundenpläne und Inhalte selbst bestimmen und ihr Studium selbst organisieren. Die Studienzeiten dauern an den Unis bis zum Bachelor 6 -7 Semester, bis zum Master weitere 2 - 4 Semester. Manche Firmen setzen im übrigen für höhere Positionen einen Universitätsabschluss voraus. Und wer einen Berufsweg in Wissenschaft und Forschung anstrebt, sollte nach dem Master-Abschluss zum Dr.-Ing. promovieren.

Fachhochschule
Bei einem Studium an einer Fachhochschule steht im Vergleich zur Universität eine praktische Ausbildung im Vordergrund. Hier liegen die Schwerpunkte auf Lehre und technischer Anwendung. Die FH ist eine gute Wahl für alle, die Probleme praxisnäher angehen wollen als an Unis. Theorie wird immer im Bezug zur Praxis betrachtet und umgesetzt, und aus Ergebnissen der Forschung werden vorrangig praxisgerechte Produkte entwickelt.

Die Studienangebote der FH sind vielfältiger und teilweise auch spezieller als an Unis. Der Semesterablauf ist außerdem schulmäßig und strenger an einen "Lehrplan" gebunden. Das Klima an der FH ist in der Regel etwas persönlicher, da die Lerngruppen meist kleiner sind.

Praxissemester und Bachelor-/Masterarbeit führt man sehr häufig in der Industrie durch. Der Großteil der Ingenieurinnen und Ingenieure hat an einer der vielen FHs studiert. Der Abschluss führt in der Regel zum Bachelor, die Studienzeit dauert 6 - 7 Semester.

Der Vorteil der praxis- und berufsnahen FH- Ausbildung: man kann sich als junger Einsteiger in einem Betrieb meist schneller einarbeiten und früher Verantwortung übernehmen.

Berufsakademie
Wer's noch praktischer mag, kann eine Ausbildung an einer Berufakademie machen und wird nach ca. drei Jahren Bachelor (BA). Hier ist das Studium an der Akademie kombiniert mit einer Berufsausbildung in einem Unternehmen, von welchem man einen Ausbildungsvertrag benötigt. Das theoretische Fachwissen, das die BA vermittelt, wird durch praktische Aufgaben in der Industrie vertieft. Das Studium ist zeitlich und fachlich streng gegliedert.






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