Der Markt ist sowohl für technische Produkte und Verfahren als auch für Berufsqualifikationen offener. Berührungsängste sind daher absolut unzeitgemäß - Auslandserfahrungen und -aufenthalte dagegen voll im Trend.
Damit es auch mit den Nachbarn klappt, werden an vielen Universitäten und Fachhochschulen die internationalen bekannteren Studienabschlüsse Bachelor und Master zusätzlich zum Diplom-Abschluss angeboten. So wird es für deutsche Studenten leichter, für einige Zeit ins angelsächsisch geprägte Ausland zu wechseln und sich dort für ein Aufbaustudium oder einen Job zu bewerben. Im Gegenzug können mehr Studenten aus dem Ausland nach Deutschland kommen und so die Ausbildung und den Arbeitsmarkt mit ihren Erfahrungen, Ideen und Mentalitäten bereichern. Gleichzeitig sollen mit den weltweit anerkannten Abschlüssen auch die Studienzeiten in Deutschland verkürzt werden. Die international ausgerichteten Studiengänge bauen sich aus drei Stufen auf:
1. dem Bachelor, einem ca. 3 - 4jährigen Grundlagen- und Fachstudium, das sowohl zum Einstieg in einen Ingenieurberuf als auch zum vertiefenden Masterstudiengang befähigt
2. dem Master einem etwa l – 2 jährigen Vertiefungsstudium, dessen Abschluss unserem Diplom entspricht, das an einer Universität erworben wurde, und
3. dem Doktorgrad, einem Postgraduiertenstudium.
Bachelor- und Masterstudiengänge gibt es in theorieorientierter Ausprägung (Bachelor oder Master of Science (BSc., MSc.) oder in anwendungsorientierter Ausprägung (Bachelor oder Master of Engineering (BEng., MEng.)
Um die Qualität der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge zu sichern, hat der VDI zusammen mit Wirtschaftsverbänden, technisch-wissenschaftlichen Vereinen und Vertretern der Universitäten und Fachhochschulen im Sommer 1999 einen Verein gegründet, die „Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, der Informatik und der Mathematik", kurz ASIIN. Hier koordinieren und überwachen Experten den Akkreditierungsablauf für alle Bachelor- und Masterstudiengänge an deutschen Fachhochschulen und Universitäten. Akkreditierte Studiengänge sind zu empfehlen.
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